Zero Waste im Büro

[Werbung ohne Auftrag | Gutes gehört weiter gesagt]

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in Büros? Was braucht es um Arbeit ökologischer zu gestalten? Geht Bürokratie auch in zero waste? Ist das papierlose Büro ‘schon’ alles? Was kann ich alleine bewirken wenn die Masse noch an den alten Mustern klebt? Oder, wie motiviere ich, gemeinsam Büroarbeit neu zu denken?

In Büros werden Papier, Stifte und Tacker benutzt. Welches Papier und wie viel? Es wird kopiert, gescannt und gedruckt, telefoniert, gemailt und Post verschickt. Es werden Sms getippt, Apps verwendet, Daten archiviert. Jedes Büro braucht Strom, ausreichend Licht und ein gutes Raumklima. Was bringen Architektur und Haustechnik mit? Zwischendurch wird gegessen und getrunken, Pause gemacht. Bürostühle, Schreibtische und Mülleimer gehören zur Standardeinrichtung und je nach Bereich gibts n Dresscode. Wo kriegt man das alles in ‘nachhaltig’? Es werden Meetings anberaumt und es stehen Geschäftsreisen an. Sanitäranlagen und eine Teeküche findet man in jedem Büro. Dann wären da noch die Finanzen, Versicherungen, die Büroreinigung, sinnvolle PC-Voreinstellungen, … und Überlegungen zur Mobilität.

Viele Kleinigkeiten sind in der Masse maßgeblich für den Schutz der Natur, Verbrauch und Wiedergewinnung von Ressourcen und die Lebensqualität von Menschen; gedacht von der Materialgewinnung, über die Verarbeitung und den Handel, hin zur Verwendung, zum Verbrauch und Weiterverwertung.

Aus reinem Eigennutz wurden in den letzten Jahren meine gespeicherten Artikel zum Thema mehr, die ToDo-Liste zur Verbesserung meiner eigenen Arbeitsweise länger. Und dazwischen kam im letzten September ein Interview zum Thema ‘Nachhaltigkeit im Büro’ mit der dpa (hat mich total gefreut) und die lose Textsammlung wurde zur Stichpunktliste der Lösungsansätze. Weil ich selber lieber alles auf einen Blick habe und mir rauspicke was ich gerade brauche, statt zwischen zig Artikeln rumzuklicken, ist dieser Post ma wieder fett und das Thema damit für mich durch. Naja. ; )) Nicht so die Umsetzung. Aber man muss ja erst mal wissen was so geht, ne? So verschieden Büros sein können, ich freue mich, wenn für Euren Bedarf etwas dabei ist!

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Was kommt Euch als erstes in den Sinn bei dem Thema ‘Zero Waste im Büro’? Bei mir isses Papier.

Pro Jahr liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei ca. 250 kg Papier und damit ist Deutschland im weltweiten Vergleich nach China, Japan und den USA auf Platz vier. Der Einsatz von Altpapier stieg von 1990 mit 49% Altpapier auf 75% im Jahr 2016. Sehr gut, denn mit der Nutzung von Altpapier werden Holz-, Wasser- und der Primärenergieverbrauch gesenkt. Der steigende Papierkonsum relativiert das jedoch. Ebenso die immer öfter verunreinigenden Druckfarben, Kleb- und Papierhilfsstoffen die die Recyclingfähigkeit beeinträchtigen. Die Senkung des Papierverbrauchs ist also unumgänglich, das papierlose Büro das hehre Ziel. Ich bin gespannt, wann Ämter es ermöglichen, in meinem Fall ‘Bauämter’, all die Berge von Papier mit Anträgen, Berechnungen, Nachweisen, Plänen, … digital einzureichen, weiterzuleiten und zu bearbeiten.

Papierbedarf und Alternativen 

  • Was kann ich digital erledigen: lesen, schreiben, ausfüllen, versenden?
  • Was bedarf einer Ablage in Papierform, was kann digital erfolgen?
  • Lassen sich meine Notizen mithilfe verschiedenster Programme und Apps digital notieren, Termine, ToDo? Der Rechner, das Handy ist in der Regel eh an.
  • Papier, wenn zweckgebunden möglich, beidseitig bedrucken.
  • Die Rückseiten von alten Dokumenten oder Fehldrucke als Schmierpapier nutzen.
  • Druckqualität am Drucker einstellen, für Texte braucht es nicht die Druckleistung wie für Fotos.
  • Geschreddertes Papier durch Aktenvernichter zum Verpacken nutzen.
  • Weihnachtsgrüße persönlich ausrichten oder digitale Weihnachtspost versenden statt Massendrucksachen per Post.
  • Statt Visitenkarten gegenseitig auszutauschen, mit der Handykamera fotografieren und digital zuordnen.
  • Werbung die ungebeten im Briefkasten, Fax oder im E-Mail-Postfach landet abbestellen.

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Utensilien am Schreibtisch

  • Auffüllbare Stifte mit Patronen- oder Minenwechsel nutzen: Druckbleistifte, Füller (Tintenfass).
  • Buntstiftmarker statt Textmarker aus Kunststoff.
  • Faserstifte auf Wasserbasis zum Wiederbefüllen.
  • Stiftverlängerungen erhöhen die handliche Nutzungsdauer von Einwegstiften (Blei- und Buntstifte). Siehe 1. oder letztes Foto im Beitrag.
  • Radierer aus einer Basis von Naturkautschuk wählen oder Kunststoffradierer ohne PVC.
  • Lösungsmittelfreie Kleber auf Wasserbasis, möglichst nachfüllbar verwenden.
  • Bei Tackerbedarf: Für bis zu 10 Blatt Papier reichen Tacker ohne Tackerklammern. Siehe Foto oben.
  • Trennblätter, Ordner, Mappen, Heftstreifen, etc. aus 100% recyceltem Papier verwenden. Trennblätter lassen sich aus Altpapier/-karton schneiden.
  • Umweltfreundlichere Druckerpatronen verwenden, z.B. wiederverwendbar, auffüllbar.

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Versand organisieren

  • Was lässt sich digital versenden statt postalisch? Ein Briefversand verbraucht bspw. doppelt so viel CO2 wie eine Mail.
  • Maximal mögliche Wiederverwendung von Briefcouverts, Versandtaschen und Kartons. Bei Bedarf: Mit einem kleinen Hinweis auf Umweltschutz wird ein möglicherweise missverstande mangelnde Wertschätzung aufgrund gebrauchter Sachen, zu geschätztem Umweltbewusstsein.
  • Zum Paketversand statt Luftpolsterfolie alte Zeitungen/Zeitschriften und Fehldrucke ohne datenschutzrelevante Informationen nutzen.
  • Packbänder aus Papier oder PVC-freiem Kunststoff wählen.
  • Briefumschläge ohne Fenster bevorzugen, Aufwand der getrennten Entsorgung meiden.
  • Briefmarken zum Selbstbefeuchten den selbstklebenden auf Trägermaterial vorziehen.
  • Versandanbieter nach Klimaneutralität und/oder CO2-Ausgleich wählen.

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Strombedarf und Einsparmöglichkeiten

  • Aktivierung der Energiesparfunktion an Geräten die das anbieten.
  • Multifunktionale Geräte wählen und gemeinsam nutzen, bspw. ein Drucker, der auch kopiert, faxt und scannt.
  • LED-Lampen als Leuchtmittel sind Glühbirnen und quecksilberhaltigen Energiesparlampen vorzuziehen. Wichtig: Darauf achten, dass die LED’s in Lampen, etc. austauschbar und nicht fest verbaut sind.
  • Licht aus, wenn keiner im Raum ist, Bewegungsmelder sparen Strom, sinnvoll für z.B. Flure, Lager, Archiv, WC… 
  • Treppe nutzen statt Aufzug.
  • Heizung und Klimaanlagen je nach Wetter abschalten/drosseln, nach Feierabend erst recht.
  • Geräte zum Feierabend runterfahren, Standby meiden.
  • Mehrfachsteckdosen nutzen und mehrere Geräte gleichzeitig ausschalten.

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Sinnvolle Voreinstellungen und energiesparende Handhabungen an PC und Handy

  • Mailen verbraucht Stromauch deshalb sind kurze telefonische oder direkte Absprachen sinnvoller als langes hin und her Mailen. Und besser bedacht eine lange Mail schreiben mit Infos, offenen Punkten, etc., als viele kurze. Zum Vergleich, eine Mail verbraucht 10 Gramm CO2, ein Brief 20g.
  • Voreinstellung: Signaturen, Fotos, Anhänge in Mails minimal halten, Datentransfer verbraucht Strom.
  • Ebenso das Unterhalten von Datenservern, deshalb alte Mails löschen oder offline archivieren.
  • Das Reduzieren aufs Wesentliche beim Versenden von Fotos und Videos per Mail, WhatsApp, Threema, etc. spart Strom (und manchmal auch Nerven). (Die Nutzung von Whatsapp ist beruflich bzgl. des Datenschutzes zu prüfen.)
  • Schwarze Hintergründe, ob am Rechner oder mobil verbrauchen weniger Strom als helle Farben.
  • Als Suchmaschine auf den PC’s Ecoisa voreinstellen, statt Google. Ecosia arbeitet gemeinnützig und kompensiert Strom durch das Pflanzen von Bäumen. Backle arbeitet mit stromsparenden schwarzem Hintergrund (59 Watt statt 74 Watt).

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Einkauf von Bürobedarf

  • Einkauf bündeln: Selten viel kaufen, statt oft wenig. Besser viel bei einem Lieferant kaufen, statt bei vielen nur etwas, spart Verpackungsmüll und Transportemissionen.
  • Wenn aufgrund der Massen ein lokaler Einkauf nicht möglich ist, bieten sich online nachhaltigere Versandhändler an, z.B. Memo oder Manomeer, die bei Produkten und Versand per se auf ökologische Parameter achten.
  • Fachliteratur im lokalen Buchhandel besorgen oder online bei nachhaltigeren Unternehmen bestellen wie z.B. Buch7.
  • Elektrogeräte mit geringem Stromverbrauch nutzen, auf Langlebigkeit setzen statt auf Dumpingpreise.
  • Großkombigeräte wie Drucker/Kopierer/Fax lassen sich gebraucht inkl. Service bereitstellen.
  • Für kleine Büroeinheiten lohnt sich der Besuch von Sozialkaufhäusern. Dort lässt sich für kleines Geld und mit Glück einiges finden, vom Ordner bis zum Bürostuhl, von der Schreibtischlampe bis zum Anspitzer, vom Lineal bis zum Ablagesystem, vom Taschenrechner bis zu Kaffeemaschine. 

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Organisation der Küche und Büroreinigung

  • Umstellung auf wenige Hausmittel die jedes Putzmittel ersetzen, spart Müll, Kosten, schont die Umwelt und Gesundheit: Essig, Soda, Zitronensäure. Bei Bedarf ergänzend: Natron und pflanzliche Bio-Kernseife.
  • Büroreinigung an Firmen vergeben, die mit Putzmitteln und Arbeitszeug entsprechend nachhaltiger Kriterien arbeiten.
  • Reinigungsmittel in Mehrwegbehältern in Unverpacktläden nachfüllen oder per Bestellung größeren Containern zum Abfüllen ordern.
  • Spülbürste mit austauschbarem Bürstenkopf wählen.
  • Verzicht auf Einweg-Küchentücher, waschbare Lappen bereitstellen.

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Müllvermeidung, Weiterverwendung und Entsorgung

  • Grundlegend zum Thema Müll sind auch hier die 5 R von Béa Johnson in folgender Reihenfolge: 1. Refuse / ablehnen, 2. Reduce / reduzieren und Verschwendung minimieren, 3. Reuse / Nutzungsdauer verlängern durch Reparatur und Umnutzung, 4. Recycle / Verbundstoffe meiden und Mülltrennung, 5.Rot / kompostieren
  • Die Mülltrennung die zuhause gilt, sollte auch im Büro möglich sein: Papier, Kunststoff, Glas, Bio, Batterien, Restmüll, etc. Falls das im Büro noch nicht bereitgestellt wird, vorschlagen und den Müll bis zur Umsetzung mit nach Hause nehmen.
  • Verschiedene Dinge lassen sich für den guten Zweck sammeln, statt sie im Müll zu entsorgen, Kronkorken zum Beispiel. Mit dem Erlös der Verwertung finanziert z.B. die ehrenamtliche Initiative Blechwech notwendige Impfungen, ähnlich wie der Verein Deckel gegen Polio mit Kunststoffdeckeln von Trinkflaschen.
  • Im Raucherbereich lassen sich Zigarettenstummel sammeln und dem Recycling- und Weiterverwertungssystemangebot TobaCycle zukommen
  • Elektrogeräte und Möbel, je nach Zustand, der Reparatur oder Weiternutzung zuführen, das spart Ressourcen und unterstützt im besten Fall soziale Arbeit. Hier Anlaufstellen im Raum Köln und anderswo.

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Die Sanitäranlagen

  • An Handwaschbecken kann energieeinsparend auf Warmwasser verzichtet werden (Vorrichtung).
  • Feste Seifenstücke statt Flüssigseife, alternativ auffüllbare Flüssigseifenspender wählen, auffüllbar im Unverpacktladen oder von bestellten größeren Containern.
  • Zum Trocknen gewaschener Hände, Handtücher statt Papier bereitstellen. Falls das nicht möglich ist, sind Stoffhandtuchrollenspender die Wahl (austauschbare und wiederverwendbare Handtuchrollen) oder Hochdruckgebläsetrockner.
  • Recyceltes Toilettenpapier kaufen.

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Die Wahl der Büroeinrichtung

  • Der Secondhandkauf ist dem Neukauf vorziehen.
  • Beim Neukauf ist neben bedeutenden ergonomischen und arbeitsökonomischen Aspekten, auf Materialien zu achten. Diverse Substanzen sind zu vermeiden, die z.B. Formaldehyd in die Atmosphäre abgeben. Nachhaltige Möbelhersteller und Anbieter (Bsp. Grüne ErdeMemo) achten weitestgehend auf die Parameter der Nachhaltigkeit (Herkunft, Ressourcenaufwand, Sozialstandards, etc.). Siegel wie Blauer Engel, FSC sind erste Hinweise.

Wer es genau nehmen möchte, kommt meiner Erfahrung nach um Recherche und genaues Nachfragen nicht drumrum. Titulierungen wie ‘nachhaltig, eco, green, fair’  sind völlig ungeschütze Begriffe und werden nicht selten inflationär und bewusst irreführend verwendet. Auch als Ökomarken bekannte Möbelhersteller verwenden mitunter althergebrachte Materialien (erdölbasierenden Kaltschaum als Polsterung, etc.), die heutzutage durch nachhaltigere ersetzt werden können (Bsp. Grüne Erde). Die Auflistung verschiedener Siegel, teils selbst erstellt, kann ebenso mehr der Werbewirkung dienen als dem tatsächlich gewünschten Umweltschutz. Die bekannten großen Siegel decken lediglich partiell Bereiche des Nachhaltigkeitsgedanken ab und weisen inhaltlich Lücken auf (Bsp. Doku über das FSC-Siegel) hinsichtlich der Gesamtheit aller Aspekte: Ökologie, Ökonomie, Sozial.

Organisiation von Präsentationen

  • Multifunktion: Whiteboard für Schrift und Magnet, müllfreie oder nachfüllbare Stifte.
  • Energieeffizienter Beamer
  • Alternative zum Handout: digitale Weitergabe per Pdf. 

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Schaffen eines angenehmen Raumklimas

  • Natürliche Lüftung spart Kosten, fördert die Behaglichkeit und ist in unserem Lebensraum psychologisch besetzt mit ‘Fenster auf = frische Luft’.
  • Pflanzen unterstützen eine ausgeglichene Luftfeuchtigkeit und damit die Behaglichkeit (Zimmerlinde, Papyrus-Pflanzen, Nestfarn, Zypergras, Grünlilie, usw.).
  • Gegen Hitze im Sommer hilft Lüften in den Morgenstunden, Fenster und Türen in den heißen Stunden schließen, Verschattung gegen direkte Sonneneinstrahlung, kühle nasse Tücher auf der Haut und wenn möglich ein kaltes Fußbad (Wanne/Eimer unterm Schreibtisch).
  • Saisonal eingesetzte Ventilatoren verbrauchen insgesamt deutlich weniger Energie als Klimaanlagen mit Kühlmitteln und immensem Stromverbrauch.

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Arbeitswege und die Wahl der Fortbewegungsmittel

  • Fahrrad fahren statt Auto, Bus und Bahn.
  • Bus- und Bahnfahren ist wiederum dem Auto vorzuziehen.
  • Falls vorhanden, Carsharing nutzen und den eigenen PKW abschaffen.
  • Fahrgemeinschaften bilden mittels Absprachen, Intranet oder schwarzem Brett.
  • Perfekt ist, wenn der/die Arbeitgeber*in den nachhaltigen Arbeitsweg fördert, bspw. in Form von gestellten Monatsticket für den ÖPNV. Bei Außenterminen sind je nach Standort Carsharingsysteme eine Möglichkeit. Wenn Geschäftswagen nötig sind, gilt es hier eine weise, nachhaltige, langfristig gute Lösung zu finden in der Art des Antriebs.
  • Für den Fahrtweg sind wiederverwendbare To-Go-Becher oder Flaschen von zuhause mitgenommen, Einwegbechern/-flaschen vorzuziehen. Eine Alternative sind Pfandbecher von z.B. Recup und kooperierenden Händlern. Flaschen lassen sich in Geschäften mit dem Refill-Logo kostenfrei mit Leitungswasser auffüllen.

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Nachhaltige Geschäftsreisen

  • Ist jede Reise nötig? Was lässt sich in Videokonferenzen besprechen?
  • Bus und Bahn statt Flugzeug und Auto nutzen.
  • Für jedes Fortbewegungsmittel das CO2-Emissionen frei setzt, kann man über verschiedene Anbieter, Bsp. Atmosfair, den verursachten Gasanteil errechnen und dem Schaden mittels finanzieller Unterstützung von Klimaschutzprojekten entgegensteuern. Vermeiden ist besser als vermeintliches Kompensieren.
  • Unterkünfte für die Nacht lassen sich ebenso hinsichtlich nachhaltiger Aspekte auswählen, Bsp. Biohotel.
  • Kriterien zur Wahl eines Tagungsortes sind die Entfernung und die Ausrichtung des geführten Hauses vor Ort (Bio, Zero Waste).

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Nachhaltig Snacken und die zero waste Mittagspause

  • Selbst Gekochtes und Reste vom Vortag sind einzeln verpackten Fertigprodukten vorzuziehen.
  • Gemeinsam kochen in der Bürogemeinschaft ist in manchen Unternehmen eine machbar schöne Variante.
  • Obst und Rohkostgemüse lässt sich in den meisten Lebensmittelgeschäften und erst recht auf Märkten lose kaufen, vorzugsweise saisonal in mindestens Bio-Qualität aus regionalem Anbau.
  • Wenn man einmal weiß wie, lässt sich Zero Waste unterwegs ganz leicht umsetzen. Mit Mehrwegdose zum Imbiss, inkl. Besteck und Stoffserviette von daheim, statt auf Einweggeschirr, Papierserviette und Plastikbesteck zurückzugreifen.
  • In der Kantine Fleischgerichte reduzieren, auf Bio-Qualität achten, Einwegverpackungen meiden.

Die nachhaltig geführte Kantine

  • Regionaler saisonaler Bezug von Bio- und Demeterware oder aus solidarischer Landwirtschaft, … frisch zubereitet.
  • Geringer Einsatz von Fleisch und generell tierischen Produkten. Pflanzliche Alternativen wählen, statt minderwertige Ersatzprodukte.
  • Minimierung der Transportwege und Verpackungen.
  • Mehrweggeschirr und -besteck sollte selbstverständlich sein.
  • Einsatz energieeffizienter Küchengeräte.
  • Resteverwertung intern maximieren und Überschussvergabe soweit die Regularien das zulassen als Spende organisieren (foodsharing, etc.).
  • Keine Einwegflaschen, das Angebot an Mehrweg-Getränkeflaschen minimieren, frisches Leitungswasser zum Selberzapfen bereitstellen (pur/gesprudelt).

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Zero waste Kaffeepause

  • Fairgehandelter Bio-Kaffee z.B. von einem lokalen Röstereibetrieb kaufen statt überteuerten müllverursachendem Kapselkaffee wählen, wenn dann mit wiederverwendbaren und nachfüllbaren Kapseln.
  • Losen Tee in Bioqualität einzelnen Teebeuteln vorziehen.
  • Großpackungen kaufen und auf einzeln verpackte Kekse o.ä. verzichten.
  • Wasserspender mit Einwegbechern und Wasser aus Einwegflaschen meiden. Auch für die zwar bessere Alternative der Mehrwegflaschen, gibt es eine umweltschonendere Lösung: Wasser aus der Leitung trinken, ggf. mit Aufsprudler, das spart Kosten, Zeit, Beschaffungsaufwand und Ressourcen.
  • Zucker und Milch (im besten Fall pflanzliche Kuhmilchalternativen) frisch bereit stellen, nicht in Kleinportionen einzeln verpackt.
  • Stoff- statt Papierservietten anbieten.

Events

  • Betriebsausflüge bewusst wählen: in der Nähe, Bogenschießen statt Paintball, Wandern statt Quadfahren.
  • Wiederverwendbare Dekoration und Infoständer bereitstellen, z.B. am Tag der offenen Tür, zur Weihnachtsfeier, zum Neujahrsempfang.
  • Catering oder Weihnachtsessen lokal wählen, z.B. Bio, Demeter, Zero Waste, Buffet aus geretteten Lebensmitteln.

Berufsbekleidung und Fair Fashion

Ob Blaumann oder Anzug, die Auswahl fair hergestellter Textilien wächst. Während mir das Angebot zwischen vom medizinischen Bereich über Gastronomie (Bsp. Kaya&KatoGreiff) bis Autowerkstatt und Dachdecker (Bsp. engelbert strauss) noch nicht breit aufgestellt scheint, so wird man in Mission Bürooutfit leichter fündig. Z.B. bei  Marken wie Lanius, Hessnatur, Wunderwerk, Natascha von Hirschhausen, Jungle Folk, etc. In diesem Beitrag inkl. digitaler Karte sind sich zig Läden in Köln mit den teils genannten Marken zu finden und selbstverständlich auch meine immer 1. Wahl: Sozialkaufhäuser mit Gebrauchtkleidung.

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Grundlagen für Büroinhaber

  • Der Bürokomplex, ob Neubau oder Bestand, Betrachtung der Architektur hinsichtlich energetischer Aspekte, Qualität der Gebäudehülle (Außenwände, Fenster, Dach), gebaut/umgebaut/erweitert/saniert mit bspw. DGNB-Zertifizierung, Haustechnik, Energiebilanz, etc.
  • Nachhaltige Bank wählen, die nicht die Rüstungsindustrie unterstützt, Spekulationen mit Lebensmitteln, Investitionen in Kohle oder Erdöl und Atomkraft.
  • Nötige Versicherungen bei nachhaltig orientierten Anbietern abschließen.
  • Versorger mit reinem Ökostrom-/Ökogas-Angebot wählen, keine Mischkonzepte die Kern- und Kohlekraftwerke fördern oder eine Tochtergesellschaft eines solchen Großanbieters.
  • Zum Betreiben einer Website einen Provider wählen, der über Ökostrom läuft.

Das Unternehmen, die Bürogemeinschaft, der/die Einzelne

  • Perfekt ist, wenn seitens des Arbeitgebers bereits ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Bürostrukturen und Arbeitsabläufe geschaffen sind.
  • Bestehende Bürostrukturen je nach Bürogröße können Nachhaltigkeitszuständige ernannt werden, die sich ins Thema einfinden, die Mitarbeiterschaft für die Notwendigkeit sensibilisieren und Lösungen vorschlagen, vorgeben und vorleben.
  • Für jeden Alleinkämpfer spricht das Schneeballsystem mittels Vorleben, Wissensvermittlung, Nachahmung und im besten Fall gemeinsamer Weiterentwicklung. Die Vorteile eines Zero Waste Büros sind nicht nur umweltschützend, sondern in vielerlei Hinsicht auch kostensparend. Wenn die Notwendigkeit von Umweltschutz noch nicht verstanden wird, Kosten sind immer ein Argument.
  • Zur Motivation der Kollegenschaft gibt es zahlreiche Varianten die nicht nur in Mission Nachhaltigkeit effektiv sind, sondern auch das Miteinander stärken. Zum Beispiel durch das Sammeln von Fahrradkilometern im Wettbewerb unter Abteilungen, den Wettbewerb Büro + Umwelt als Gesamtunternehmen, eine ‘Energieuhr’ die den Stromverbrauch abbildet und zum steten Senken des Verbrauchs herausfordert und so weiter.

zero waste büro, nachhaltiges büro, papierfreies büro, zero waste am arbeitsplatzFazit

Im Kleinen handeln, was gemeinsam und im Großen zum Schutz unserer Welt notwendig ist. Heute, jetzt, ist ein guter Zeitpunkt um zu beginnen und um Erreichtes weiter auszubauen.

• Minimaler Materialeinsatz
• Minimale Emissionen
• Lebensdauer von Geräten und Einrichtung
• Meiden von Schad- und Problemstoffen
• Auf Recyclingfähigkeit achten
• Einsatz von Recyclingmaterialien  

So. Das war’s. Geschafft! : ))
Wie läuft es bei Euch im Homeoffice oder im Unternehmen?
Habt Ihr Ergänzungen oder weitere Ideen?

Liebe Grüße . Maren

6 Kommentare

  1. liebe maren,

    du bist echt einmalig. die gründlichkeit mit der du dich des themas angenommen hast beeindruckt mich sehr… deine denkanstöße sind es oft, die bei mir stückchen für stückchen zu veränderungen führen.
    sicher nicht alles auf einmal, dafür bist du viel zu gründlich, aber ein nach dem anderen.

    danke!

    • Minza will Sommer

      Herzlichen Dank Julia! Es ist das Ergebnis vieler aufgeschnappter Artikel in den letzten Jahren und mein Wunsch, alles auf einen Blick zu haben um selber damit arbeiten zu können, wie Du schreibst – eins nach dem anderen!
      Liebe Grüße
      Maren

  2. Hallo Maren,
    die ganzen Infos regen mich echt zum Nachdenken an. Ich hätte nie gedacht, dass eine E-Mail so viel CO2 produziert. Vielen Dank für die ganzen Infos. Jeder sollte nur noch nachhaltige Büromittel und Tischunterlagen nutzen. Viele Sachen können auch aus alten Materialien hergestellt werden. Liebe Grüße Jana

    • Minza will Sommer

      Hallo Jana, es geht mir wie Dir! Manches hat mich verblüfft und auf manche Stellschrauben wäre ich selbst nicht gekommen. Und Du sagst es, mit Vorhandenem kann man schon irre viel machen! Vielen Dank für Dein Feedback!
      Liebe Grüße
      Maren

  3. Pingback: Schule/Uni/Arbeit ohne Abfall – couchpotatoactivist

  4. Sehr gute Erklärung und regt wirklich zum Nachdenken an. Es ist nicht schwierig Abfall zu reduzieren, es muss ja nicht zero waste sein.
    Alles was gespart wird ist ja schon besser, als nix 😉

    Lg Sebi

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