Tanz + Architektur

Was? Ja. Tanz und Architektur haben was miteinander.

Am Donnerstag war ich bei der Premiere des Stücks ‘Here is you and not me’ des MichaelDouglas Kollektivs, vorgestellt in der Orangerie in der Kölner Südstadt. Das Kollektiv erforscht seit Jahren, und fortwährend, mit dem Architekten Michael Steinbusch die Wechselwirkung von Körper, Raum und Objekt.

Foto von Martin Miseré

Sechs schemenhaft erkennbare Menschen stehen hinter einer sichtdurchlässigen, den Raum begrenzenden ‘Wand’. Bis sie fällt und das Innen/Außen wird zum Außen/Innen. Die Personen gewinnen Kontur, stehen linear. Schicht für Schicht fallen Kleidungsstücke, werden weiter gegeben, geworfen, neu entdeckt, angezogen. Die Linie löst sich auf, tanzend wird der Raum eingenommen. Mal sind die Personen ganz bei sich, mit ihrer Kleidung und dem Tanz beschäftigt. Mal nehmen sie die Hülle und Bewegung des anderen wahr und greifen ein als wären sie das Du. Ain Bailey schafft dazu einen Soundteppich der Bewegung und Ausdruck der Tänzer auf beeindruckende Weise begleitet und verstärkt.


Herzlichen Dank an Douglas Bateman für die Einladung und den bereichernden Abend + meine Empfehlung für Euch, sich einzulassen auf Tanz, Raum, Hülle, Mensch und Klang.

Liebe Grüße 🙂 Eure Minza

Here is you and not me
MichaelDouglas Kollektiv
Orangerie – Theater im Volksgarten
Sonntag, 2. November, 19 Uhr
Freitag, 14. November, 20 Uhr
Samstag, 15. November, 20 Uhr

Eintritt 15 Euro, ermäßigt 3-9 €

Mehr davon: Fotos + Info

6 Kommentare

  1. Wie inspirierend Dein Post – die Performance, das Können, die Kraft, das Konzept. Raum durchdringen körperlich – tun wir immer – ganz banal. Auf einer anderen Ebene wird es Bewußtsein. Toll. Lieben Gruß Iris

    • Ja, genau so wie Du es beschreibst, … schön! Das Bewusstwerden der Raumdurchdringung und -grenzen. Ein wunderbares Werkzeug es mit Tanz zu verdeutlichen.
      Danke Dir, Iris!

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