Oscar Tuazon – Alone In An Empty Room

Mal wieder ein Sonntag im Museum. Die Arbeiten von Oscar Tuazon interessierten mich “Alone In An Empty Room”: Auseinandersetzung mit Raum, Architektur, Skulptur, Konzept, Modell, anhand von Versatzstücken eines Privathauses im Treppenhaus des Museum Ludwig Köln in Wechselwirkung mit dem Museumsbau und Ausstellungsstücken anderer Künstler.

Oscar Tuazon, A Prosthesis, 2014
Louise Lawler, Konturzeichnung, Pollock und Tureen, 1984/2013
 Oscar Tuazon, A Hinge, 2014
Oscar Tuazon, Piece by Piece, 2013
Ein Garagentor auf dem Boden, woanders ein Treppenhaus auf der Seite, die Eingangstür liegt … Während ich so auf dem “Garagentor” stehe denke ich: Was wäre wenn mich die Schwerkraft nicht über die Füße nach
unten ziehen würde, sondern über den Rücken nach hinten – zum Fuße des Tores oder über den Arm zur Seite?
Alles ist auf die Schwerkraft ausgerichtet, Sehgewohnheit, etablierte Funktionen.
Wie sieht ein Raum aus, wenn ich die Gewohnheit der Anziehung verlasse? Chance der Neuentdeckung, Raumformulierung, Möblierung, Nutzung? Ich denke an die Garagenzugänge, die wie ein Parkplatz aussehen und senkrecht zur unterirdischen Garage führen. Mehr davon!?
 Oscar Tuazon, A Person, 2013
Auf der Terrasse mit Domblick ein Nachbau der Drehtür des Museums. Durchgedreht. Haben wir uns. Mit Blick auf’s Dömsche ♥.
Diana Thater, Moluc­can Cock­a­too Mol­ly, 1995, Video and In­s­tal­la­tion 
Eigentlich eine Videoarbeit mit einem Papagei zu der die Glasfronten des Raums in Rot, Grün und Blau lichtdurchlässig beklebt sind. Wir spielten mit dem Schatten und schlichen gestikulierend die Wand entlang. Was man so macht. 😉
Louise Lawler, Neuinterpretation der Brillo Box von Andy Warhol, Stretch – der Raumgröße angepasst. → Wer hat sich wem anzupassen, der Künstler dem Museum oder das Museum dem Künstler?
rechts – Gerhard Richter, 11 Scheiben, 2003
Alles in Ordnung. Gut Kirschen essen. Alles in Ordnung? Thomas Schütte
rechts – Peter Fischli, David Weiss, Hostessen, 1988/89
links – Duane Hanson, Frau mit Umhängetasche, 1977 (urspünglich, denn sie altert mit)
Auf sie falle ich (gerne) immer wieder rein, so lebensecht wie sie da steht.
rechts – Günther Uecker, Nagelrelief, 1961
Richard Serra, god is a loving father

Das war’s. Mein Sonntag, nach Kakao und Kuchen im Café Stanton (immer wieder schön dem Stadttrubel hinter St. Antoniter so kurzwegig zu entkommen) und vor Kakao und Kuchen in der Ständigen Vertretung (war ich da auch mal und habe mich wie eine Touristin gefühlt).

Liebe Grüße 🙂 Eure Minza

Museum Ludwig: Man Ray + Gerhard Richter
 Museum Ludwig: David Hockney

3 Kommentare

  1. was für eine interessante ausstellung! wäre da nicht die entfernung, würde ich mich gern am wochenende in den zug nach köln setzen!
    die alterungsgeschichte der frau mit umhängetasche ist ja spannend. ich fall auch immer wieder auf duane hansons skulpturen rein und könnte die dame glatt auch mal angerempelt haben…
    liebe grüße, mano

  2. Die Frau hat mich auch schon gefoppt – vor vielen Jahren im Städel. Vor allem, weil sie aussieht wie meine englische Tante, aber original. 🙂
    Besser noch als die Kunstobjekte gefallen mir deine architektonischen Museumsperspektiven – tolles Spiel mit der Perspektive, mit Vorder- und Hintergrund.

    Herzlich, Katja

  3. Danke für den interessanten Rundgang. Vor sehr langer Zeit war ich auch mal im Museum Ludwig und im Moment liegts leider nicht auf meiner Reiseroute … Schöne Grüße!

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