Le Bloc 2015 – Mode und Design im Belgischen Viertel in Köln

Letztes Wochenende war Sommer, letztes Wochenende war Le Bloc. Zum siebten Mal feierte das Belgische Viertel in Köln Mode, Design, Tanz und Trends und sich selbst.


Das Parkhaus wurde zum Catwalk, an jeder Ecke gab es Köstlichkeiten, Vintage und Neustes zu erwerben, Klamotten zum Tauschen, Diskussion um Mode, Kurzkurse zum Selbermachen, Technoaerobic zum Mitmachen, Tanzeinlagen auf dem Schulhof, DJ’s in Boutiquen und Konzerte in Hinterhöfen – eine herrlich bunte offene Atmosphäre!


Im Hallmackenreuther war im Obergeschoss nicht nur die Blogger-Lounge eingerichtet – ich war baff beim Anblick! Die Akademie für Mode und Kommunikation aus Düsseldorf stellte dort Arbeiten der Studierenden vor. Prachtvolle Einzelstücke aus dem Erstsemester (siehe unten), Ideen der Addition und Wandlung von Kleidungsstücken mit Reißverschlüssen wurden gezeigt und Lookbooks die Idee, Schnittführung und Emotion vermitteln lagen aus. Sehr spannend!


In der Galerie der Kunstagentin wurde zum Thema “Mode im Museum” diskutiert. Mit dabei war Bent Angelo Jensen, der diesjährige Schirmherr von Le Bloc und Modedesigner des Labels Herr von Eden.

Er sprach mir aus der Seele als er nach der Frage des Modeanspruchs in Nordeuropa den Outdoortrend und Crocs als “modisch” in Frage stellte. Was bitte will man in z.B. Köln-Mitte mit einer Sammlung von Fleecejacken, atmungsaktiven Hosen und Jacken die erst bei -50° ihren Nutzen zeigen? Und von Plastikinseln noch nichts gehört? Dann erwähnt er noch, dass modisches Kleiden nichts mit Geld zu tun habe, er komme selbst aus dem Seconhandbereich … Yes! Und ich schweife ab.

Außerdem saßen Johanna
Adam, Referentin des Intendanten der Bundeskunsthalle in Bonn (in Blau) und Patricia
Brattig vom Museum für Angewandte Kunst in Köln (MAKK, in Gestreift) in der Runde, nebst Moderatorin.

Mode ist Kunst! Sie wird als solche immer wieder verdient in Museen gezeigt, ob es Dior oder isländische Mode im MAKK war die ich sah, gerade die Ausstellung in Brüssel zur belgischen Mode oder die aktuelle Lagerfeld-Ausstellung in der Bundeskunsthalle.

Mode in Museen ist zu unterscheiden in kunstvolle Entwürfe und Exponate anhand derer eine Entwicklung beschreibbar ist. In der kommenden Ausstellung des MAKK wird z.B. u.a. das H&M-T-Shirt von Lagerfeld gezeigt. Das Shirt selbst ist alles andere als Kunst und schon gar nicht wertig im Sinne der Materialien und Herstellung. Aber als Exponat erzählt es eine Entwicklung der “Modegeschichte”. Mehr dazu ab September im MAKK. 

Auf die Uhr geschaut, flitzte ich rüber zum Parkhaus – der erste der beiden Blocwalks begann.

Passend zum Belgischen Viertel waren zwei belgische Modedesigner zu Gast, Doriane van Overeem aus Brüssel und Marius Janusauskas aus Antwerpen. Sie stellten mit weiteren Designern und Boutiquen aus dem Veedel im “Parkhaus” Ihre Mode vor.

Durch die Menschenmenge gequetscht, durfte ich auf der Tribühne mit vermeintlich bestem Blick Platz nehmen. Gesäumt von Journalistenarmen, Bloggerköppen und Assistenten mit wedelnden Geräten vor meiner Linse – ein paar Ergebnisse des Slalomknipsens.

Mit einer starken Tanzperformance eröffnete Chang13 die Schau. Am DJ-Pult: Fangkiebassbeton.

Doriane van Overeem aus Brüssel lernte ich bereits kurz bei der Pressekonferenz zu Le Bloc kennen, traf sie auf meinem Ausflug mit Visit Flanders in Brüssel und nun war sie weider da und zeigte ihre beeindruckenden Entwürfe.

Textiles aus dem Look! Concept Store in der Brüsseler Straße 38


(1) Männermode des Kölner Designers Joah Kraus und Schuhwerk von Trippen. (2) Fließende Stoffe meiner liebsten Le Bloc – Entdeckung, dem neuen Laden im Viertel DeRidder Concept:België in
der Lütticher Straße 6. Wenn ich an Penunzen nur bekommen würde was ich verdiene, ich wäre Stammkundin und begnüge mich sparend mit feinstem kulinarischen Import, den es dort auch gibt! (3) Gut gekleidete Herren dank Taha & König. (4) Ganz in schwarz, Abschlussarbeiten von der Kölnerin Katrin Gemünd, Absolventin des Design Apartments Düsseldorf.


Nach dem ersten Teil brauchte ich n Smoothie von der Mischpoke und n Päusken um’s Eck daheim im Garten – so praktisch!

Der zweite Blocwalk begann wieder tanzend, diesmal in Mode von Gy’Bell. Sportlich, Layering, hautschmeichelnde Materialien gibt’s in der Palmstraße 21.


Tragbares von Bob 10.5.10, wo sich die junge Designelite Europas tummelt.


Zum Abschluss, nach so viel Herzblut in die Vorbereitungen und gelungenen Blocwalks gab es entspannte Gesichter bei Designern und Models und ordentlich Applaus vom Publikum. Siehe unten: Tänzerin/Model und “Gy’Bell”.


Raus aus dem Parkhaus, rein ins Getümmel.


(1) Schnäppchen zum Blättern bei DAAB in der Maastrichter~, (2) Cocktails in der Brabanter~, (3) Tanzen auf der Antwerpener~ und (4) Mode, hier von Doriane van Overeem, bei Look! in der Brüsseler Straße.


(1) Im Siebter Himmel schwelgen in Marimekko und Gedrucktem. (2) Im Hinterhof Beachhouse gibt es Entsprechendes für Straße, Strand und Heim. (3) Bei Nunk-Music ist die Zeit zum Glück ein bisschen stehen geblieben. Tonträger, Plattenspieler, Bastelkeller – kaufen und verkaufen erwünscht und immer wieder irgendwo dazwischen, Konzerte. (4) Ein Blütenmeer im Schaufenster der Boutique Belgique und ‘ne mobile Fotobox davor.



Und wenn mir mein brummender Kopf nicht die Entscheidung zwischen Feiern bei D., Sundowner bei K. oder Aftershow von Le Bloc im Arty Farty abgenommen hätte, wäre ich wohl bis tief in die Nacht unterwegs gewesen.

Sehr schön war’s!

Liebe Grüße 🙂 Minza

10 Kommentare

  1. Hi Maren,
    ich merk schon, ich muss mich mehr gucken wo Du Dich so rumtreibst!
    Da wär ich definitiv auch gern dabei gewesen…auch wenn die Kids wahrscheinlich pausenlos
    "Geh´n wir jetzt!" gejammert hätten…..
    Tolle Fotos, denen man ansieht, wie viel Spaß alle hatten! ….und das auch noch bei blauem Himmel!

    Liebe Grüße und schönen Sonntag,
    Moni

    • Die Kinder hätten mitgetanzt, sich mit lecka belgischen Pommes vollgefuttert und Lose ausgefüllt! Vielleicht. 😉
      Dir auch, schönen Sonntag + leeeeve Jröß!

  2. Ich bin zwar in allem nicht so tief drin. Nicht in Architektur, Kunst oder Mode. Aber was Du immer aus dem schönsten Köln mitbringst, ist sooo fantastisch. Ich liebe diese Stadt – warum bin ich bloß nicht geblieben?

    Danke für Zeigen und Erzählen mit dickstem Knutscher,
    Steph

    • Ach, "tief drin"… Sinne gespitzt + Herzken auf reicht.
      Ja, waaaaarum bist Du nicht geblieben??? Sach ma!
      Musste' ma erzählen! Bis dahin – dickes Jebütz! 🙂

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