24 Stunden Amsterdam

Ein kleines Zeitfenster für das geliebte große Amsterdam. Ein Wahnsinn. Deshalb nur wenige Ziele definiert und ein Wiederkommen vorneweg eingeplant.

Kommt mit!


Anreise mit dem Auto in drei Stunden, das P&R-Chaos dank Wartezeit im Sonnenschein und offenem Autodach als Genuss deklariert und Freude beim Blick aus dem Hotelzimmer an der Prinsengracht.

Innovative Hausboote wollte ich sehen. Ein paar am Grachtenrand waren nett, die imposanteren liegen woanders.
Überraschend gutes Essen gab es in einer Spilunke. Zugegeben, wollte ich erst gar nicht rein + habe dann ob der kulinarischen Genüsse aber ganz still und friedlich im Myrabelle an meinem Heineken genippt.
Mit dem Rijksmuseum hatten wir richtig Glück! Organisatorisch und inhaltlich. Samstag kauften wir kurz vor Schluss die Karten für Sonntag mit dem Hinweis am besten schon um 9 Uhr da zu sein. Gesagt, getan. Als wir mittags das Museum verließen, gab es hunderte Meter Menschenschlangen, mit und ohne Eintrittskarte. Uff!

Ein Ausschnitt des Plakats von Wim Crouwel (*1928), “Visuele Communicatie Nederland” (1969) und Streetart am Wegesrand.

Frühstücksfarbflash im Hotel und ein Blick in die bezaubernden Hinterhöfe.

Wunderbare Räume im Rijksmuseum, einer eindrucksvoller als der andere. Ob Raum oder Baum.

Museumwandeltor und modulares Sideboard (1933/34) von Willem Hendrik Gispen (1890-1981).

Farbverwandtschaft von Straßentänzern und einem Piet Mondrian-Bild (1872-1944, 1917 Gründungsmitglied von De Stijl). 

Beugel Chairs (1929, 1927) von Gerrit Rietveld (1888-1964, Mitglied De Stijl) und dazu das passende Kleid (1966) von Yves Saint Laurent (1936-2008; nach Lola Prusac 1933 für Hermes, setzte YSL 1965 Motive von Mondrian um).
Im Hintergrund sind Arbeiten von Ad Dekkers (1938-1974), z.B. die Variation on Cirlcles IV (1965) in gelb. Rechts, der mit Lederimitat bezogene Steltman Chair (1964), auch von Rietveld.
Die Qual der Wahl beim Vintage-Shoppen bei Zipper in der Huidenstraat. Es sind dann doch “nur” zwei Sonnenbrillen und ein Armreif geworden. Daneben wieder ein Plakatausschnitt von Wim Crouwel für “Vormgevers” (1968).

Stuhl und Beistelltisch von Rietveld (für Til Brugmans’ in Grautönen gehaltenem Musikzimmer); behutsamer Umgang mit alten Türen und aktuellen Brandschutzanforderungen im Rijksmuseum und ein Blick auf die Toranlage zum Vondelpark.

Die Nachtwache von Rembrandt (1606-1669; fertig gestellt 1642, 1715 von 402x510cm gemäß dem neuen Standort im Amsterdamer Rathaus auf 363×437 cm verkleinert). Ich bin sehr beeindruckt von der Lichtwirkung und Detailliebe. Die romantisch verspielte Männermode ist amüsant “bezaubernd”. Daneben stimmungsvolle Abdrücke von J.P. Kleiweg de Zwaan (1875-1971) gefertigt, “Facial cast of Nias islanders” (nach 1910).

Zufällig eine Vernissage in der Reflex Gallery (Weteringschans) mit Werken von John Copeland (*1950) entdeckt und reingelinst. Von Weitem und im Detail verschieden, aber gleichermaßen eindrucksvoll.

Neben einigen Mitbringseln, hier mein Anteil und der schöne Abendblick auf das Rijksmuseum aus dem Hotelfenster.

Es war eine wunderbare Auszeit vom Alltag und es machte mal wieder so unglaubliche Lust auf mehr! Viel viel mehr! Mehr Jordaan, Pieter Cornelisz Hoofstraat, tiefer Eintauchen in den Vondelpark, mehr Shoppen, mehr Cafétieren, …

Auf bald! 🙂 Minza

Aufbald kam: Lazy lazy Amsterdam mit ein paar Tipps am Rande.

4 Kommentare

  1. WOW!!! wie hast du diese Bilderflut in 48 Stunden schaffen können ??? ich bin total begeistert !!! ich selbst war noch nie in Amsterdam und einige Bekannte, die bereits dort waren, haben mir allesamt abgeraten…jetzt weiß ich allerdings, ich MUSS da mal hin !!! deine beeindruckenden Bilder begeistern mich total – du hast aber auch die Gabe, alles immer so toll einzufangen…liebste Wochenendgrüße schickt dir Uli – die Kramerin

  2. Wow! Das hört sich nach einem Marathonwochenende an. So viel habt ihr da reingepackt. Die Fotos sind klasse. Ich würde auch gerne mal in Amsterdam selbst in einem Hotel absteigen, aber wir haben Freunde in Hoofddorp. Nur ist es dort gemütlich und schön und wir klönen und kochen und und und. Da fällt es schwer, überhaupt nach Amsterdam reinzufahren. 😉

    LG
    Rebekka

  3. Liebe Uli, abraten, nachdem man sich vielleicht einmal von deren Existenz überzeugt hat, würde ich nur von den großen Einkaufsmeilen. Ansonsten, wenn man ein Faible hat für charmante Lädchen, romantische Blickachsen, bezaubernde Cafés, niederländische alte und neue Architektur,… ist man in Amsterdam richtig!

    Liebe Rebekka, so kulinarische Genüsse in heimeliger Atmosphäre sind natürlich auch ein willkommener verführerischer Klotz am Amsterdambesucherbein. 😉

    So viel war das aber nicht an dem Wochenende. Leider! Das Rijksmuseum ist nur so riesig und vielseitig. Ich schaue mir lieber wenig, dafür genau an und so habe ich vorher gewählt was ich sehen will und bestimmt die Hälfte verpasst.

    LG 🙂

  4. Tolle Bilder, die große Lust machen, endlich mal wieder Amsterdam zu besuchen. Die Huasboote, ja… die lösen bei mir immer große ehnsucht aus. Ich hätte auch gern eins. 🙂

    Herzlich, Katja

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